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Studie 1

Janine Willis and Alexander Todorov, Princeton University

Der Artikel "First Impressions: Making Up Your Mind After a 100-Ms Exposure to a Face"
ist in der Fachzeitschrift "Psychological Science"
(Bd. 17, Nr. 7, S. 592, Juli 2006) erschienen.

Kurzbeschreibung:

Die Psychologen Alex Todorov und Janine Willis von der Princeton University
zeigten 117 Studienteilnehmern insgesamt 66 Porträtbilder, die sie dann beurteilen
sollten. Dabei ließen sie den Teilnehmern 100 Millisekunden, 500 Millisekunden oder
eine volle Sekunde Zeit.

Fünf Eigenschaften wurden abgefragt - von jeweils einer
Gruppe: Attraktivität, Sympathie, Vertrauenswürdigkeit, Kompetenz und
Aggressivität. Anschließend sollten die Teilnehmer mitteilen, wie viel Vertrauen
sie in ihr Urteil hätten.

Das Ergebnis: Nach einer Zehntel Sekunde war das Urteil gefällt, welches sich bei einem längerem Betrachtungszeitraum (eine halbe Sekunde, eine Sekunde) nicht maßgeblich änderte. Je länger der Betrachtungszeitraum, desto größer war das Vertrauen der Teilnehmer in ihr Urteil. Die Entscheidung über die Vertrauenswürdigkeit des Gegenübers wurde übrigens am schnellsten getroffen - noch schneller als die Bewertung, ob das Gegenüber attraktiv ist. "Wenn die Probanden das Gesicht länger sehen konnten, hat sich ihr Urteil - von einer Ausnahme mal abgesehen - nicht grundlegend geändert." Die Versuchsteilnehmer reagierten also intuitiv auf die gezeigten Gesichter - und zwar so schnell, dass die Zeit für eine auf sorgfältiger Analyse basierende Entscheidung nicht reiche, folgern Todorov und Willis: "Eindrücke von Personen entstehen ohne Anstrengung und
unmittelbar auf der Basis minimaler Information."

Link zur Studie: (Original Englisch)
First Impressions: Making Up Your Mind After a 100-Ms Exposure
to a Face

Kommentare zur Studie auf Deutsch:
http://science.orf.at/science/news/145507

 

 

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